Evangelische Kirche von Westfalen

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Beharrlich für Bildung und Gerechtigkeit

Dr. Hans-Martin Lübking ist in den Ruhestand gegangen

Dr. Hans-Martin Lübking ist am 30. April in den Ruhestand gegangen. Bildung und Gerechtigkeit waren seine Themen. Besser gesagt: sein Thema, denn Bildung und Gerechtigkeit gehören für ihn untrennbar zusammen. Hans-Martin Lübking hat sich dafür stark gemacht, so lange er in der Kirche aktiv war. Und er war ein Berufsleben lang sehr aktiv. Am 30. April war sein letzter Arbeitstag vor dem Ruhestand. 17 Jahre hat er das Pädagogische Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen geleitet. 

Gottesdienst, Predigt, Bibelauslegung – das war ihm von Anfang an wichtig. Weil er nicht nur leidenschaftlicher Theologe, sondern ebenso Pädagoge ist, hat er das immer zusammengebracht: Kinder, Jugendliche und christlicher Glaube. Durch biblische Geschichten, für die Kleinsten erzählt. Durch „Gottesdienst für Jugendliche“, ein Werk in sechs Bänden, das er herausgegeben hat. Und nicht zuletzt durch die Initiative „Mit Kindern neu anfangen“, die Gemeinden hilft, junge Eltern zu begleiten. Damit die Taufe kein Einzelereignis bleibt, sondern der Lebensweg des getauften Kindes Angebote und Möglichkeiten bereithält, das „Gottesgeschenk“ der Taufe anzunehmen.

„Geht mal in die Knie“

Als Dr. Hans-Martin Lübking als Dozent am Pädagogischen Instituts (PI) begann, setzte sich mehr und mehr die Erkenntnis durch: „Im Konfirmandenunterricht geht es nicht nur um Katechismuswissen, sondern um Zuwendung zu den Jugendlichen in ihrer besonderen Lebenswelt.“ Gemeinsam mit dem damaligen Landesjugendpfarrer Friedhelm Wixforth machte sich Lübking dafür stark, dass Konfirmanden- und Jugendarbeit zusammengehören. „Geht mal in die Knie, geht mal auf Augenhöhe zu den Kindern und Jugendlichen“ – diese Botschaft richtete er immer wieder an die Verantwortlichen auf allen Ebenen der Kirche. Und: „Wir müssen uns den Kindern von der Geburt an zuwenden.“

Bildung und Gerechtigkeit

Kinder lernen unterschiedlich. Eine zu frühe Aufteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium nimmt darauf keine Rücksicht. Hans-Martin Lübking hat diese Überzeugung konsequent und nicht nur theoretisch vertreten: Es war für ihn keine Frage, seine beiden Kinder an der Gesamtschule anzumelden, die längeres gemeinsames Lernen ermöglicht. Aber nicht nur als engagierter Vater – er war zwölf Jahre lang Schulpflegschaftsvorsitzender an einer Gesamtschule – setzte er sich ein. Lübking wollte auch die Schulpolitik im Land verändern. Als die damalige Schulministerin Ute Schäfer, zuvor durchaus skeptisch gegenüber Gesamtschulen, ihm später sagte: „Wir haben uns verändert“, war das eine Bestätigung beharrlicher Überzeugungsarbeit. Lübking wies auch immer wieder auf den Zusammenhang hin zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg: Kinder aus bildungsfernen Milieus haben in unserem Schulsystem schlechtere Chancen. Dieser Mangel an Gerechtigkeit wurde im Bereich der westfälischen Landeskirche, etwa von Präses Alfred Buß, wiederholt ausdrücklich zum öffentlichen Thema gemacht.

Den Ostwestfalen sagt man eine gewisse Sturheit nach. Auf Hans-Martin Lübking, 1948 in Hahlen bei Minden geboren, mag das zutreffen. Jedenfalls hat er sich zäh und ausdauernd, aber auch mit Herz und hoher Qualifikation für das eingesetzt, was er als richtig erkannt hatte. Nach dem Theologiestudium in Münster und Göttingen zunächst für einige Jahre Wissenschaftlicher Assistent, wurde er 1979 Pfarrer in Gütersloh. Gleichzeitig schloss er seine Dissertation ab und promovierte 1984 zum Doktor der Theologie. Schon in dieser Zeit war die Arbeit mit Konfirmanden ein Schwerpunkt. 1988 wurde er Dozent für Konfirmandenarbeit am Pädagogischen Institut, dessen Leitung er 1996 übernahm.

 


 
 
 
 
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