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»Ein Gott mit Kanten«

4. Villigster Schülerinnenakademie 11. April - 13. April

»Ein Gott mit Kanten« über das Verhältnis von Glaube und Vernunft

Zum vierten Mal haben das Evangelische Studienwerk Villigst, das Pädagogische Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Bund evangelischer Religionslehrerinnen und  –lehrer an Gymnasien und Gesamtschulen zur Schülerinnenakademie eingeladen. Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen Oberstufenschülerinnen und -schüler nach Haus Villigst, um sich unter dem Thema »Ein Gott mit Kanten« über das Verhältnis von Glaube und Vernunft auseinanderzusetzen.

In seinem Eröffnungsvortrag führte der Leiter des Pädagogischen Instituts, Rainer Timmer, in das komplexe Thema ein. Unter der Leitfrage „Wie ist das Verhältnis von Glaube und Vernunft zu beschreiben?“ plädierte er für die Verbindung beider Bereiche. Sein Fazit: " Das Wesen des Protestantismus besteht in dem Zusammenhalt von Glaube und Vernunft – beides lässt sich unterscheiden aber nicht von einander trennen. Die Vernunft allein reicht nicht aus, um ein erfülltes Leben zu führen."  Timmer warnte davor, dass andererseits ein Glaube, der nicht auf das Verstehen seiner selbst abzielt, zu Fundamentalismus und Gewalt führen kann. Seines Erachtens ist "das Staunen über die Wirklichkeit der Anfang der Religion".

Nun waren die Schülerinnen und Schüler gefragt, ihre Perspektiven zu diesem Thema einzubringen. In drei Workshops wurde das Verhältnis von Glaube und Vernunft vertieft.

Prof. Dr. Heiko Zude setzte als Referent den Akzent auf die Schnittstelle zwischen Aufklärung und Romantik. Nach Immanuel Kant grenzte sich Friedrich Daniel Schleiermacher vom Glauben der Aufklärung ab und dachte den Glauben neu. Er benutzte die Sprache der Romantiker und verbildlichte sprachlich die Theologie als Rede von Gott so, dass in den Bildern von Caspar David Friedrich quasi die Theologie Schleiermachers gemalt sichtbar wird.

Anina Luck ging als Physikerin der Frage nach, wie es sich verhält, wenn wissenschaftliche Modelle der Vernunft zu widersprechen scheinen. Die Schülerinnen und Schüler haben Phänomene des Alltags unter anderem am Beispiel des Wassers mit Hilfe der Vernunft beschrieben. Alles erscheint logisch, aber was ist, wenn uns die Modelle der Naturwissenschaften in der Natur beobachtbare Phänomene nicht hinreichend erklären können?

Der theologische Workshop mit Tabea Bertrams widmete sich der Debatte um die Religionskritiker Ludwig Feuerbach und Friedrich Nietzsche. Wie stichhaltig sind ihre Argumente? Ist Gott nur eine Illusion des Menschen?

Intensives und konzentriertes Arbeiten gingen einher mit Freude, Begegnung und Spaß. Die ersten Verabredungen für die Schülerakademie im nächsten Jahr wurden getroffen und einige tauschten ihre Adressen aus, um sich per SocialMedia weiter austauschen zu können.


 
 
 
 
»Ein Gott mit Kanten«
 

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