Evangelische Kirche von Westfalen

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Mittendrin – Gemeindepädagogischer Studientag 2014

Mitten hinein genommen in fachliche Überlegungen und praktische Projekte zur Gemeinwesenarbeit wurden am 16. Juni Studierende der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Gemeindepädagoginnen und –pädagogen und weitere Interessierte aus Kirche und Gemeinden bei der Kooperationsveranstaltung der Fachhochschule, des PTI der EKiR und des PI der EKvW in Haus Villigst.

Am Anfang stand die Einladung, mit Hilfe eines Fragebogens in das persönliche Lebens- und Arbeitsumfeld einzutauchen. Dann folgte der Vortrag von Oberkirchenrätin Prof. Dr. Hildrun Keßler, Kirchenamt der EKD, unter dem Titel „Mitten drin. GemeindepädagogInnen als SchnittstellenmanagerInnen“. Zunächst stellte sie die Entwicklung der Gemeinwesenarbeit dar. Dann führte sie weiter aus: Damit die Arbeit langfristig wirken kann, ist bei den beteiligten Kirchengemeinden eine hohe Risiko- und Kooperationsbereitschaft erforderlich. So kann Kirche Räume anbieten, zur Stimme für die sozial Schwachen werden, Hilfsangebote im Stadtteil entwickeln und verankern.
 
An ausgewählten Ergebnissen der 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung erläuterte Keßler dann, dass evangelische Christenmenschen ein besonders ausgebildetes „Sozialkapital“ haben, nämlich die Fähigkeit zu vertrauen und folgerte daraus: Dieses Vertrauen gilt es in die Arbeit vor Ort einzubringen. Kirche darf sich nicht auf sich selbst zurückziehen, wenn die finanziellen und personellen Ressourcen knapper werden. Stattdessen muss die pastorale Arbeit „auf der Schwelle“ geschehen, an den Schnittstellen zur Gesellschaft. Für diese Arbeit bringen gerade GemeindepädagogInnen gute Voraussetzungen mit, weil ihre Kernkompetenzen im Bereich der Toleranz, der konzeptionellen Arbeit, der Netzwerkarbeit und des Umgangs mit Ehrenamtlichen liegen.

Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass Kirche von der Vielzahl der haupt- und ehrenamtlich in ihr vertretenen Professionen lebt. Es ist dabei allerdings unbedingt erforderlich, die diakonische Arbeit im Gemeinwesen theologisch und praktisch zu begründen.

In den Workshops am Nachmittag wurden dann Beispiele gelungener Praxis vorgestellt, diskutiert und auf ihre Übertragbarkeit in andere Kontexte hin befragt.
Abschließend resümierte Prof. Dr. Hildrun Keßler: Die schwierigen Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft erfordern eine hohe Sensibilität und die Geduld, kleinschrittig nach Lösungen zu suchen und diese umzusetzen. Gemeinwesen-Diakonie ist ein großes und anspruchsvolles Programm, das davon lebt, dass Menschen Lust daran haben, in die breite Öffentlichkeit hinein zu horchen, zu wirken und so mittendrin zu sein.


 
 
 
 
Mittendrin – Gemeindepädagogischer Studientag 2014
 

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