Pädagogisches Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen

„Nur eine öffentliche Kirche ist eine tolerante Kirche!“

Konferenz der Ev. Schulaufsichtsbeamten in Westfalen

22. April 2013 in Villigst

Unser christlicher Glaube ist eine persönliche Angelegenheit, aber Religion ist keine Privatsache. Mit einer eindeutigen Position verabschiedete sich gestern Prof. Dr. Hans-Martin Lübking von den Schulaufsichtsbeamten aus Westfalen. In seinem Referat über „Christentum und Toleranz“ forderte Lübking eine aktive Toleranz. Es geht nicht um die Duldung des anderen, sondern um eine Auseinandersetzung mit dem Fremden. Toleranz scheut nicht den Streit. Sie tritt dem anderen entgegen, hört zu, tauscht sich aus, lernt und benennt die eigene Ansicht. Nur, wer sich seiner eigenen Identität sicher ist, kann tolerant sein. Denn Toleranz braucht Mut und Freiheit.

Damit wir als Christen wissen, wer wir sind, brauchen wir eine Kirche, die öffentlich auftritt und Möglichkeiten zur Begegnung mit dem christlichen Glauben schafft. Ob im Religionsunterricht in der Schule, in der Gemeinde vor Ort oder in den Medien. Religion muss erlebt werden. Sie braucht Zeugen und überzeugende Begegnungen mit Gott.

Dem Vortrag schloss sich eine intensive Diskussion an. Die einhellige Meinung der Schulaufsichtsbeamten ist, dass die Kirche präsent sein muss, damit der ev. Religionsunterricht nicht durch politische Haltungen aus der Schule gedrängt wird. Kirche soll zeigen, was sie für und im öffentlichen Leben leistet. Eine sichtbare und spürbare wünschen Kirche sich die Schulaufsichtsbeamten.


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