Pädagogisches Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen

Schule fertig und dann?

Bildungspolitisches Forum in Haus Villigst 24. März 2014

Eingeladen vom „Bündnis länger gemeinsam lernen“ widmeten sich Mitglieder aller NRW-Landtagsfraktionen mit anderen Interessierten der Frage, wie können junge Menschen nach dem Ende ihrer Schulzeit einen guten Start in das Berufsleben erhalten?

Gunther Steffen vom Ressort Qualifizierung der ver.di Bundesverwaltung stellte das „Hamburger Modell: Wie organisieren wir den Übergang von Schule zur Ausbildung“ vor. Nachdrücklich hob er hervor, dass nebst einem guten Konzept ebenso der politische Wille eines Bundeslandes wesentlicher Faktor für das Gelingen von Berufseinstiegsprogrammen ist.

Jeder Schulabsolvent erhält einen Ausbildungsplatz

Symptomatisch für das „Hamburger Modell" ist, dass alle Schulabsolventen einen Ausbildungsplatz erhalten. Jeder Schulabgänger wird in Hamburg betreut. Die Schule übernimmt diese Aufgabe und stellt sicher, dass jeder Abgänger einen qualifizierten Anschluss hat.

In der Sekundarstufe I hat die Berufsorientierung einen erheblich höheren Stellungswert als je zuvor. Berufsorientierung wird durch Berufsschullehrer in der Sek I gestaltet. Sie ist verbindlicher Unterrichtsinhalt und ist integrativer Bestandteil der schulischen Qualifizierung und sogar im Zeugnis verankert.

Die Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler wird über einen längeren Zeitraum hin festgestellt. Die gesamte Berufsvorbereitung läuft über die Schulen und nicht über die Berufsagenturen.

Verantwortungsgemeinschaft der Verantwortlichen gefordert

Klaus Spille, ehemaliger Sozialdezernent aus Alsdorf, nahm das Anliegen seines Vorredners auf. Unmissverständlich wies er darauf hin, dass Arbeits- und Ausbildungsplatzvermittlung ein Markt mit vielen Anbietern ist.
Damit der Berufseinstieg gut gelingen kann, braucht es eine gelingende Zusammenarbeit der gesetzlichen Verantwortlichen. Zudem müssen die Verantwortlichen berechtigt sein, Entscheidungen zu treffen, damit schnell gehandelt werden kann.
In der Praxis kann jedes Konzept nur gelingen, wenn die Koordinierung von Bildungsmaßnahmen offen gestaltet wird und Raum für individualisierte Maßnahmen vorhanden ist.

Hier die Vorträge als Download
Vortrag 1 von Gunther Steffens
Vortrag 2: Jugendberufsagentur Hamburg


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